In der Antike nannte man "Cilento" jenes Gebiet, das sich südlich der Flußmündung
des Alento, cis alentum, erstreckt, "jenseits des Alento". Heute gehört es mit einer
Fläche von mehr als 180 000 Hektar zur süditalienischen Region Kampanien und zieht
sich die Küste des Thyrrenischen Meeres von Paestum bis nach Sapri am Golf von
Policastro entlang, wird im Norden von den Monti Alburni und im Osten vom Vallo
di Diano begrenzt. Als Italiens zweitgrößter und für manche Besucher auch
schönster Nationalpark bietet es eine unberührte Bergwelt mit dichten Eichen -
und Kastanienwäldern, durchzogen von Flüssen, Schluchten und lieblichen Tälern;
an der Küste bestimmen silbergrün schimmernde Olivenhaine, Aleppokiefern, gelber
Ginster und mediterrane Macchia das Bild, und steile Felsen und Klippen wechseln
sich mit kleinen Buchten und feinsandigen Stränden vor einem tiefblauen, glasklaren
Meer ab.
Eine vielfältige und seltene Natur, ein kultureller Reichtum, in dem die archäologischen
Ausgrabungsstätten Paestum und Velia nur die Höhepunkte darstellen, und antike Sitten und
Bräuche, die das Leben der "Cilentani" auch heute noch bestimmen, charakterisieren diesen
Landstrich Kampaniens. 1998 hat die UNESCO das Cilento zum Weltkulturerbe der Menschheit
erklärt. Begründung: das "gelungene Gleichgewicht" zwischen Mensch und Natur.
Santa Maria di Castellabate ist einer der malerischsten Küstenorte des Cilento,
seine kilometerlangen samtigen Sandstrände liegen dem einzigen Unterwassernaturschutzpark
Süditaliens vor. Viele seiner Einwohner leben heute noch vom Fischfang. 280m hoch über
der Küste thront auf einem Hügel der mittelalterliche Ort Castellabate, der gemeinsam
mit den Ortsteilen Santa Maria, San Marco und Lago die aus insgesamt 7000 Einwohnern
bestehende Gemeinde bildet. Von hier oben reicht bei klarem Wetter der Blick weit über
das Meer bis zur Amalfiküste und nach Capri ...
Santa Maria ist ein idealer Ausgangspunkt für Ausflüge in das cilentanische
Hinterland, nach Paestum, Velia, Neapel, Pompei, Ercolano ...
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